Demnnächst im Europäischen Theater

The Gin Game

D.L. Coburn
Für sein 1977 uraufgeführtes Theaterstück The Gin Game erhielt Coburn 1978 den Pulitzer-Preis in der Kategorie Theater und war darüber hinaus für den Tony Award für das beste Theaterstück nominiert. Weller Martin and Fonsia Dorsey, lernen sich in einem heruntergekommenen Altenheim kennen, in dem sie nun wohnen. Beide scheinen weder Freunde noch Verwandte zu haben und sind daher recht einsam. Weller schlägt Fonsia vor, ihr das Kartenspiel Gin beizubringen. Nun beginnt eine Reihe von gemeinsamen Spielrunden, die Fonsia zu Wellers grossem Erstaunen immer gewinnt. Weller wird mit der Zeit immer frustrierter und Fonsia immer selbstbewusster. Während des Spielens tauschen sie sich über Ihre Familien und die Welt aus und peu à peu wird jedes Gespräch zum Kampf, in dem jeder versucht, die Schwäche des anderen bloß zu legen.

Oh Les Beaux Jours

Samuel Beckett
F"Oh, dies ist ein glücklicher Tag! Dies wird wieder ein glücklicher Tag gewesen sein!", Winnie ist eine Frau von heute, die ihre beste Zeit hinter sich hat und im Leben buchstäblich feststeckt, und entgegen allen Ängsten, Gefahren und Einschränkungen ist sie fest entschlossen, das Leben schön zu finden. Sie sitzt bis zur Taille in einem Erdhügel und hört nicht auf zu reden. Hinter ihr ist ihr wortkarger Ehemann Willie, der nur hin und wieder ein Lebenszeichen von sich gibt. Mit der Zeit sinkt Winnie immer tiefer in den Erdhügel ein, bis am Ende nur noch ihr Kopf zu sehen ist. Dennoch lässt sich Winnie ihren Humor und ihren Lebensmut nicht nehmen.

Le Retour de Madison

Éric Assous
Karine und Didier sind scheinbar ein ganz normales Paar. Gemeinsam haben sie sich gerade "Die Brücken am Fluss" mit Meryl Streep und Clint Eastwood angeschaut, ein Film, in dem die Heldin eine verrückte ehebrecherische Leidenschaft mit einem attraktiven Reporter-Fotografen erlebt. Diese Liebesgeschichte wird das Leben von Didier und Karine auf den Kopf stellen. Karine fragt sich, warum sie nicht auch eine leidenschaftliche Liebesgeschichte haben könnte. Warum sollte sie nur den Alltag leben, wenn sie vor Lust brennt, sich von Leidenschaft mitreißen zu lassen? Didier seinerseits ist voll und ganz zufrieden mit seinem Paar, für ihn gibt es definitiv nichts zu ändern. Während sich Karine und Didier also gegenseitig mit unangenehmen Wahrheiten konfrontieren, sich ausfragen, hassen und lieben, wird dem Zuschauer im Saal mehr als nur einmal der Spiegel vorgehalten.